Schmidt Spiele - Ganz schön clever ausgedacht

Schmidt Spiele - Ganz schön clever ausgedacht

Natürlich sollte der Spaß nach meinem Bloggertreffen klön un kieken – Zwischen Spree und Späti weitergehen und in den Goodiebags waren zwei Spiele des berliner Spieleverlags Schmidt Spiele zu finden. Ein gemütlicher Abend mit Freunden oder der Familie und einem guten Kartenset oder Knobelbecher ist heute wieder in. Und das ist auch gut so. Man hat eine echte face-to-face Erfahrung und glotzt nicht immer nur in sein Smartphone oder auf den Rechner. Deswegen bin ich froh, Euch die beiden Spiele “Skull King” und “Ganz schön clever” vorstellen zu dürfen. Schmidtspiele schmidtspiele

Das Unternehmen

Wer kennt nicht “Mensch ärgere Dich nicht!”? Das ist ja quasi die Mutter aller Spiele und auch ich spiele es noch immer gerne und meiner Tochter werde ich es auch beibringen, wenn sie alt genug ist. Und wer hats erfunden? Der Amberger Josef Friedrich Schmidt in einer kleinen Garage im Münchner Arbeiterviertel Giesing Anfang des vergangenen Jahrhunderts.

Heutzutage sitzt die gleichnamige und natürlich daraus hervorgegangene Firma unter dem Dach der Berliner Blatz-Unternehmensgruppe, bei der die Unterhaltung von Kindern ganz groß geschrieben wird. Benjamin Blümchen und auch Bibi Blocksberg wurden dort beispielsweise erfunden.

Das 15-Personen-Team der Schmidt Spiele Produktentwicklung, tüfteln stets an neuen Ideen. Nicht allein im stillen Kämmerlein, sondern gemeinsam mit Spieleerfindern, mit Autoren, Redakteuren und Grafikern, mit Pädagogen, Psychologen und – Spielern. Die Ergebnisse dieser Teamarbeit werden dann auf einschlägigen Messen präsentiert und natürlich auch herausgegeben.

Auch das berühmte “Kniffel” gehört zu den etwa 600 verschiedenen Artikel des Schmidt Spiele-Programms.Mehr als 150 Artikel sind im Schnitt jedes Jahr Neuheiten! Dazu gehören nicht nur Tabletops und Kartenspiele; das Unternehmen bietet auch Puzzles, Papeterie, Onlinegames, Plüschtiere und Holzspielzeug an.

Schmidt Spiele produziert zu 90% in Deutschland und hat sich über die vielen Jahre hinweg gut gehalten. Im deutschen Spielehandel ist sie nicht mehr wegzudenken zu einer festen und verlässlichen Größe entwickelt.

 

Skull King

Dieses Kartenspiel wird laut. Wie ein echter Pirat schreit man “Johoho!” und es ist auch erlaubt, mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Das ganze Repertoire aus den Totenmanns Kiste kann ausgepackt werden und nebenbei hat man auch visuelle Schmankerl, denn die Gestaltung der Karten finde ich sehr gelungen und ansprechend.

Hier geht es darum, in 10 Durchgängen 10 Durchgängen die meisten Punkte zu ergattern. Der Sieger hat schlau geboten, erfolgreich gestochen und somit die Schlacht für sich entschieden.

Im ersten Durchgang erhält jeder Spieler nur 1 Karte, im zweiten 2 Karten usw., bis im zehnten und letzten Durchgang an jeden Spieler 10 Karten verteilt werden. Es werden pro Durchgang so viele Runden gespielt, wie die Spieler Karten auf der Hand haben. Pro Runde muss jeder Spieler nacheinander offen eine Karte ausspielen. Dies wird als „Stich“ bezeichnet. Jeder Spieler schaut sich nach dem Ausspielen seine Karte(n) an und überlegt, wie viele Stiche er mit dieser(n) Karte(n) gewinnen wird. Zum Zeichen, dass sich ein Spieler für eine Stichzahl entschieden hat, streckt er eine Faust in die Tischmitte. Wenn alle Spieler ihre Faust in die Tischmitte halten, folgt der gemeinsame Piratenschlachtruf „YO – HO – HO“. Dabei heben alle Spieler ihre Faust in die Höhe und hauen sie mit jedem Wort des Piratenschlachtrufes auf den Tisch. Mit dem zweiten „HO“ öffnen alle Spieler gleichzeitig ihre Faust und strecken so viele Finger aus, wie sie diese Runde Stiche gewinnen wollen. Die Stichansagen werden auf dem Block in der schmalen Spalte für jeden Spieler notiert.

Dann beginnt das Hauen und Stechen:
Der Spieler links vom Kartengeber beginnt die Runde, indem er die erste Karte ausspielt. Die weiteren Spieler im Uhrzeigersinn müssen die angespielte Farbe bedienen. Das heißt, eine Karte in der gleichen Farbe ausspielen. Wer dies nicht kann, spielt eine andere Farbe (und verliert den Stich) oder eine Totenkopfflagge (um den Stich nach Möglichkeit zu gewinnen). Haben alle Spieler eine Karte ausgespielt, wird geschaut, wer den „Stich“ bekommt. Der Spieler, der den Stich gewonnen hat, legt ihn verdeckt und nach Stichen getrennt (so dass man immer gut sehen kann, wie viel Stiche der jeweilige Spieler schon hat) vor sich ab und spielt dann die erste Karte für die nächste Runde aus. Sind alle Karten ausgespielt, endet der Durchgang und die Punkte werden notiert. (Auszug aus der Anleitung)

Welche Karte nun welche andere Karte sticht kann man natürlich auf einer Übersicht in der Anleitung ablesen. Wie ich schon geschrieben hatte, sind hier die Spielkarten sehr schön gestaltet und alle Piraten- und Fantasyfans kommen visuell auf ihre Kosten. schmidtspiele

Das Set beinhaltet 66 Spielkarten und einen Block. Bei Bedarf kann man die Blätter online bei Schmidt Spiele herunterladen und ausdrucken. Yohoho schreit man mit 2 bis 6 Personen ab 8 Jahren. Das Ganze kostet 8,29€. schmidtspieleIch würde empfehlen, dass Spiel erstens mit mehr als zwei Leuten zu spielen (schreit sich besser 🙂 ) und zweitens mehrmals durchzugehen, denn sonst kann man sich wirklich nicht den Umfang an Stichkarten und Symbolbedeutung merken. Hier wird es schon einige Zeit dauern, bis man es drauf hat. Aber für die halbe Stunde Spielspaß zwischendurch ist ein gutes Familienspiel zum Mitnehmen.

Ganz schön clever

… wollen hier die Würfel gewählt werden. Denn geschickt eingesetzt können diese zu trickreichen Kettenzügen führen. Der gewählte Würfel wird dann im farblich passenden Bereich eingetragen und sorgt dann für entsprechende Siegpunkte. Doch ist es auch nicht unwichtig, was ungenützt liegen bleibt. Denn jeder Würfel, der eine kleinere Augenzahl aufweist als der gewählte, muss den Mitspielern auf dem Silbertablett serviert werden … (Auszug aus der Anleitung) schmidtspiele

Hier ist der Name Programm, denn ehe man sich das Spiel ohne ständig in die Anleitung zu schauen drauf hat, wird, zumindest in meinem Fall, einige Zeit ins Land gehen. Auch hier meine Empfehlung, nicht nur mit zweien zu spielen (man kann auch ganz alleine spielen, aber mal ehrlich, zusammen bringt doch Spielen viel mehr Spaß 🙂 ). Bis zu vier Spieler ab 8 Jahren können die mitgelieferten sechs Würfel schmeißen und auf dem eigenen Spielplan notieren. Stifte sind auch in der Packung enthalten. Für 11, 79€ wird hier ordentlich das Gehirnschmalz trainiert. schmidtspieleLetzteres ist mein Favorit der beiden Spiele. Es ist zwar visuell viel simpler aufgebaut, doch steckt wesentlich mehr dahinter und man muss schon ziemlich nachdenken, bevor man seine ausgesuchten Zahlen in die farbigen Felder einträgt. Gar nicht so einfach! Auch dieses Spiel kann man problemlos mit auf Reisen nehmen bei den kompakten Maßen.

Ich bedanke mich bei Schmidt Spiele für die Unterstützung!

 

6 Comments
  1. Hallo Anna,

    für viele Familien ein sehr schönes Würfelspiel und eine interessante Beschäftigung für kühlere Tage 🙂 weil Kinder wollen beschäftigt werden 😛 …

    LG und schöne Woche
    Katrin

    1. Jetzt kommen hoffentlich erst einmal warme Tage, aber die Spiele kann man ja auch mit in den Park nehmen 🙂

  2. Hallo Anna,
    wir spielen ja mehr im Winter, da sind so kleine Würfelspiele ideal, für einen geselligen Abend.
    Liebe Grüße
    Heike

  3. Unser Patenkind mag gerne solche Spiele, danke für deine wunderbare Vorstellung
    Liebe Grüße Leane

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