Mitten auf der Reeperbahn gibt es ein ganz besonderes Hostel/Hotel, auch liebevoll „Pennsion“ genannt. Wer nun aber denkt, dass diese Unterkunft genau so düster ist, wie einige Ecken und Kneipen auf dem Kiez, der hat sich mächtig geschnitten. Pyjama Park heißt das ganze und soll hier vorgestellt und gepriesen werden 🙂

Auf dem Bloggerevent „klön un kieken – Hamburg 2017“ durften ich und die Mädelz uns selber davon überzeugen, wie es im Hotel und Hostelbereich aussieht. Hier geht es alles andere als drunter und drüber.

Zunächst ist man (oder vielmehr ICH) etwas iritiert und will wie Manu (Manus-Testwelt) in die zum Hostel gehörende Bar hineinlatschen, aber kurz vorher entdeckten Sissi, mit der ich von mir zu Hause gen Hamburg gestartet war, und ich die gläserne Eingangstür hinter der es eine steile Treppe zur Rezeption hoch ging.

Schon hier im Treppenhaus gibt es Künstlerisches zu entdecken.

Nach diesem kurzen Anstieg steht man in einer gemütlichen Lounge mit dem Rezeptionsthresen. Wir hatten Glück und das Hostelzimmer (mit 4 Betten für Natasha, Svenja, Sissi und Inga) war schon bereit. So konnten wir schon einmal unsere durchgestylten Goodiebags hineintragen und auch unsere Koffer und Taschen…was Frau eben so braucht. Als Schlüsselersatz gibt es hier eine kleine Karte, denn beim Verlassen des Hostels sollte man den Zimmerschlüssel in einen Briefkasten werfen. Bei der Wiederankunft musste man einfach die Karte vorzeigen und erhielt den Schlüssel wieder zurück.

Wir buchten gleich Frühstück dazu, das pro Tag und pro Person 8,90 Euro kostet. Dazu aber gleich noch mehr.

Auch beim Aufstieg in das Hostelzimmer ging es wieder bunt und künstlerisch zu. Und in den Zimmern und drumherum findet man überall Elemente im verrückt-künstlerischen Stil. Hier hat jedes Zimmer, ob Hotel oder Hostel seinen eigenen Zimmerpaten, wenn ich es richtig verstanden habe.

Auf alle Fälle gibt es überall etwas zu schauen und zu entdecken. Die visuelle und auch seelische Freude ging weiter, als nach und nach die Mädels eintrafen. Und als Manu dann als letztes ankam (doofer Stau!) war gleichzeitg auch das Doppelzimmer im Hotelbereich bezugsfertig geworden. Jetzt waren alle verteilt 🙂

Apropos alle verteilt; die Mädels verstanden sich alle auf Anhieb! Und so musste ich die Goodiebags gar nicht verteilen, um das Eis zu brechen 😛 Aber die fünf bekamen sie natürlich trotzdem, hihi.

Wir konnten nicht all zu lange herumtüddeln, da es auch schon bald zur ersten Actionaufgabe (Fluchtweg Hamburg, über den ich Euch im nächsten Bericht etwas erzählen werde) ging. Die allseits zuvorkommenden Mitarbeiter des Pyjama Park ließen uns nicht gehen, ehe wir die Information hatten, dass ab 22 Uhr die Eingangstür geschlossen werden würde, aber wir per Klingelknopf sofort hineingelassen werden würden. Also stand dem Bierchen in der Pyjama Bar nichts im Wege. Dies namen Sissi und ich gerne in Anspruch und Manu begleitete uns, auch ohne Bierchen. Die drei anderen Süßen gingen derweil schon ins Bettchen. Wir mussten alle auf unsere Weise den Tag erst einmal Revue passieren lassen…Geflasht durch die tolle Unterkunft genau gegenüber des Spielbudenplatzes, der Besuch im Escape Room und auch der Boutique Bizarre nebenan (der größte Sexshop Europas) statteten wir natürlich einen Besuch ab. Das muss man erst einmal verknusen!

In der Nacht noch…

…zog Sissi zu Manu und mir ins Zimmer. Auch hier zeigte sich der Service sehr lockerflockig und kurzerhand konnten wir aus einem Bett zwei machen. Ab und an und natürlich auch nur bis 22 Uhr besuchten wir zu einem Kippchen die gemütliche Dachterasse, die auf den Hinterhof hinauszeigt.

Ich war besonders gespannt auf die Nacht. Man schläft ja immerhin mitten auf dem Kiez und erwartet Lärm ohne Ende. Aber nix. Zumindest nicht im Haus. Hier ist alles still und ruhig und man fühlt sich wie bei Muddi: Geborgen und sicher. Was draußen vor sich ging, war mit somit herzlich egal. Ich hatte meine Ohrstöpsel dabei und habe auf der Pyjama Park Matratze hervorragend geschlafen. Sonst habe ich in Hotels immer Rückenschmerzen am nächsten Morgen. Hier gar nicht, perfekt!

Und wie versprochen schreibe ich natürlich auch noch etwas über das Frühstück.

Zunächst einmal bin ich völlig begeistert von der Einrichtung des Frühstückraumes. Upcycling lässt grüßen 🙂 Dazu kommt: Erst denkt man, er sei viel zu klein für mehrere Gäste, aber erstens kann man von 7:00-12:00 Uhr essen, sodass sich Anstürme nicht ergeben und zweitens sind die Tische einfach sehr gut aufgeteilt. Und der Raum ist durch die angrenzende Dachtreasse herrlich hell.

Es gibt nichts Extravagantes aber ausreichend und liebevoll hergerichtet findet man alles, was man zum Frühstücken braucht. Frisches Brot und kleine Brötchen. Aufschnitt, Käse, Salate, Marmelade, Cerealien, Orangensaft… Alles wird zwischendurch sehr gewissenhaft aufgefüllt und immer wirbelt jemand von der Rezeption unauffällig herum und schaut, dass die Küche in Ordnung ist udn alle zufrieden müffeln können. Zusätzlich darf man sich selber super leckere dicke Waffeln backen, sowie Kaffeespezialitäten aus dem Automaten in der Pantry genießen. Hier darf übrigens auch 24 Stunden am Tag Käffchen zu angegebenen Preisen gezogen werden.

Diesen darf man dann gemütlich in der Lounge süppeln. Hier gibt es auch noch einen Süßigkeitenautomaten und ein paar Kleinigkeiten zum Naschen.

Auch die zweite Nacht verbrachten wir nach einem aufregenden Tag safe in den Räumlichkeiten und Sissi und ich nutzen den gemütlichen Rezeptionsbereich, um noch bis tief in die Nacht hinein dem Wein zu fröhnen und uns über wichtige und unwichtige Themen auszutauschen. Um 5 Uhr fielen auch wir dann fix und alle in die Kuschelbetten, Sissi musste nämlich am nächsten Tag als erstes los, während wir anderen noch das Frühstück ein zweites Mal genießen durften. Nach und nach löste sich dann die Gruppe auf und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen, sowohl mit dem Team vom Pyjama Park, als auch mit den Mädels. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses tolle Hostel/Hotel besuchte.

Ein paar Fakten müssen sein…

  • Das Pyjama Park Reeperbahn verfügt über 22 Hostelzimmer und 28 Hotelzimmer. Die Hostelzimmer sind mit einem sehr großzügigen Etagenbad ausgestattet, die Hotelzimmer haben eigene Bäder. Es gibt keine Schlafsäle, somit ist eine gemütliche Athmosphäre garantiert.
  • „Günstig und cool pennen, auf Hamburgs sündiger Meile“ ist das Credo des Pyjama Park und so kostet ein Doppelzimmer beispielsweise 49 Euro pro Person, pro Nacht inklusive Frühstück und kostenfreiem WLAN
  • Neben dem Pyjama Park auf der Reeperbahn gibt es ebenfalls eines im Schanzenviertel. Dazu gehört zusätzlich noch ein Hotel namens Fritz im Pyjama
  • Alle drei Hotels/Hostels sind Mitglied im Verin „Von Menschen und Mäusen“ und es wird je Bett/Hotel, SpecialDrink/Bar, dauerhaft einen Betrag über 5 Cent/Pizza & 10 Cent/Bett/Drink Cent abgegeben. Zweck des Vereins. ist die Unterstützung und Hilfe für bedürftige, mittellose Menschen in den Stadtteilen, ungeachtet des Alters, der Religion, der Nationalität. Dafür einen extra Daumen hoch 🙂

Pyjama Park, ich bin restlos verschossen 🙂 Hamburg ist jetzt, ohnehin schon meine Perle, mit einer Kirsche garniert. Vielen Dank!

7 thoughts on “Pyjama Park Hamburg Reeperbahn – Kiezflair aber wie bei Muddi

  1. Hach ja *träum* ich will da sofort wieder hin!! Es war echt total genial, der Pyjama Park hat was 🙂

    Liebe Grüße

    Manu

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