Dieses Mal durfte sich meine Boxerdame Anni freuen, denn ich bekam eine Tüte voller Leckereien für sie geschickt. Über Pfotentester durften wir und andere Hundbesitzer die natürlichen Kauartikel von Wuff&Wau testen. DSC02835Natürliche Knabberartikel für den Hund werden immer beliebter. Wer weiß schon, was in diesen weißen geformten Knochendingern aus dem Tiernahrungsfachmarkt steckt? Nicht nur, dass ich Kauhappen generell für eine gute Methode halte, die Zähne des Hundes natürlich zu reinigen; Ich ernähre meinen Hund auch ausschließlich mit Natural Dog Food; auch „barfen“ genannt (BARF: Biologisch Artgerechte Roh-Fütterung), das heißt auch, dass ich weitestgehend auf getreidehaltige Ernährung für meinen Hund verzichte und den Schwerpunkt auf Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Knorpel aber auch Obst, Gemüse und Salate lege.

„Die Idee beim Barfen ist, Hunde entsprechend ihrer Abstammung wie Wölfe zu ernähren…“ Erklärt ein Artikel aus dem Abendblatt.

Speziell Knochen und Knorpel zu lagern ist immer ein logistisches Problem, da sie doch in ihrer Sperrigkeit sehr viel Platz wegnehmen. Meistens friere ich die Nahrung für meinen Hund ein, aber irgendwann ist kein Platz mehr im Gefrierschrank und daher greife ich gerne auf getrocknete Kauartikel wie Strossen, Haut, Ohren (gerne mit Fell für die Darmreinigung), und andere Tierprodukte zurück. Hier komme ich aber zu einer Diskrepanz, was getrocknete Knochen betrifft. Niemals darf man gekochte Knochen verfüttern, da sie durch den Garvorgang brüchig werden und splittern können, was zu Verletzungen führen kann. Getrocknete Knochen zähle ich zu den gegarten Knochen und lasse sie damit eher aus dem Speiseplan raus (wenn, dann bekommt Anni sie nur unter Aufsicht).

Rohe Knochen (zum Beispiel vom Huhn) sind elastisch und daher kein Problem bei der Hundfütterung. An dieser Selle möchte ich betonen, dass ich hier ausschließlich aus meine Erfahrungen spreche. Sicherlich gibt es ungeübte Hunde, die zum Beispiel mit Markknochen schon arge Probleme bekommen haben, da die Zunge darin stecken geblieben ist. Aber bei getrockneten knorpeligen Artikeln sehe ich persönlich überhaupt keine Probleme.

Dazu noch eine kleine Anmerkung, was Schweinefleisch betrifft. Mein Hund bekommt kein Schweinefleisch, weder roh noch getrocknet. Hier können die für den Hund tödlichen Aujeszky-Viren enthalten sein, die durch die gleichnahmige Aujeszkysche Krankheit Gehirn- und Rückenmarksentzündungen hervorrufen können.

Bei dem Test-Paket handelte es sich nicht um einen Artikel, der allgemein im Shop gekauft werden kann, sondern um ein gemischtes Knabberpaket für große Hunde, dessen Inhalt extra für den Test zusammengestellt wurde. Im Onlineshop von Wuff&Wau kann man dennoch verschiedene Pakete erwerben, zum Beispiel eines mit hypoallergenem Inhalt (viel vom Wild und Pferd).

In meinem Paket war enthalten:

Pansen vom Rind, Ochsenziemer, Rinderstrossen, Rinderfellstreifen, Rindernase – geschnitten, Rinderlunge, Rinderkopfhaut, Rinderohr, Kalbsohren, Kniescheibe vom Rind, Rindermaul, Spanferkelpfoten, Kamelkopfhaut (extra eingepackt). Alle Artikel sind auch im Onlineshop zu bekommen.

Das Paket war wirklich groß und versprach auf den ersten Blick langen Kauspaß. Was mit besonders auffiel, als ich es öffnete, war, dass es sehr angenehm roch. Viele Kauartikel für den Hund stinken enorm. Gut, das mag der Hund vielleicht sehr gerne, aber wenn man nicht gerade einen Garten hat, in dessen letzte Ecke man den Hund zum Verzehren von Pferdepenis und Co verbannen kann, ist dieser Geruch wirklich nichts für Weicheier. Wuff&Wau schreibt dazu:

„Sie haben sicherlich schon mal eine Packung Kauartikel geöffnet und sind in diesem Moment zur Seite gesprungen und haben sich die Nase zugehalten! Das liegt daran, dass die Kauartikel nicht vollständig und durchgehend gleichmäßig getrocknet wurden. Somit fangen diese an zu verderben, was deutlich am extrem stinkenden Geruch zu erkennen ist.“DSC02839Auch die Qualität habe ich größtenteils für gut befunden, auf einem Teil waren grünliche Verfärbungen, wobei ich mir nicht erklären konnte, woher das kam. DSC02836Es war an dem Spanferkelfuß. Vielleicht ein Überbleibsel irgendeiner Markierung? Bisher habe ich nachlässigerweise versäumt, danach zu fragen, das werde ich aber nachholen.

Mein Hund ist eher ein vorsichtiger Fresser. Allein, wie sie ein Leckerli aus der Hand nimmt, zeugt nicht nur von absoluter Unterwürfigkeit, sondern auch von instinktiver Skepsis, ob das alles auch so seine Richtigkeit in Sachen Geschmack hat. Grundsätzlich wird jedes Teil erstmal zur Sicherheit ins Körbchen getragen, ausgiebig beschnuppert und wenn es für gut befunden wurde und auch der Magen ausreichend leer ist, dann erst legt sie sich gemütlich nieder, um mit Genuss loszukauen. Dabei schlingt sie nur, wenn das Teil wirklich etwas Feines ist, wie zum Beispiel die Ziegenfellstreifen, die ich letztens besorgt hatte.

Ich habe zwar noch nie alle Artikel des Pakets verfüttert, aber die, die sie bisher von mir bekommen hat, wurden bis auf ein, zwei Ausnahmen alle vernascht. Das ist bei Anni aber auch tagesformabhängig, o sie etwas direkt auffrisst, ersteinmal beiseite schiebt, um es nach Wochen wieder auszugraben, oder erst knabbbert, wenn sie nach der Abendmahlzeit nichts anderes mehr gibt und sie noch Hunger hat.

Am liebsten mochte sie die Rindernase und Rindermaulstücke. Das Ohr hat sie am wenigsten interessiert. Aber das war früher mit getrockneten Ohren schon so.

Hier könnt Ihr Euch ein kleines Video anschauen, wie sie ein Kauteil bearbeitet:


Auf der Wuff&Wau Seite bekommt man nicht nur Kauartikel, sondern auch Spielzeug und anderes Zubehör für den Hund. Schön und wichtig finde ich, dass erklärt wird, woher die Schlachttiere kommen und wie produziert wird. Zusätzlich gibt es weitere Infos und Links rund um das Thema Hund, auch ein Züchterprotal ist vorhanden. Außerdem ist die Seite sehr übersichtlich aufgebaut.

Das alles hat mich positiv überrascht und ich werde sicherlich das eine oder andere Mal dort bestellen. Ab 30 Euro ist der Versand kostenfrei und Neukunden bekommen einen kleinen Rabatt. Klare Empfehlung von mir 🙂

 

 

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