Ein Dungeon. Zu Deutsch: Kerker, oder Verlies. In anderen Kreisen ein Rollenspielbegriff oder auch eine Räumlichkeit für gewisse Stunden. „DAS Dungeon“ benutzen, wie ich gehört habe, jedoch die meisten für die gelungene Mischung aus Museum, Gruselkabinett, Show und Fahrgeschäft mit historischen Hintergründen. Zum Beispiel zu finden in Amsterdam, London, Berlin und auch in Hamburg. Das Hamburg Dungeon bescherte uns an dem #blogladiesontour Gruselwochenende einen kleinen, live Horrorfilm. Und gelernt haben wir auch noch etwas. Horrorfilm

In den Dungeons…

Ein kleiner Klönschnack am Eingang und ein gelungenes Gruppenfoto am Pranger und ab geht es ins historische Gängeviertel. Die erste von elf Stationen des Dungeon. Die Tour dauert etwa 90 Minuten und die sind vollgepackt mit Humor, historischen Lerneinheiten, guten Schauspielern, nur kurzen Atempausen und special Effects. Zwischen dem brennenden Hamburg und Pestbeulen verirrt man sich in einem Labyrinth des eigenen Spiegelbilds. Unter quälenden Fragen der Inquisition und dem damit einhergehenenden schlechten Gewissen schleppt man sich in die einsame Wohnung der Frau Wächtler. Doch diesem unruhigen Geist will man eigentlich auch nur entkommen und nicht einmal im Zuchthaus findet man Ruhe in irgendeiner schummrigen Ecke… Horrorfilm

Die eineinhalb Stunden vergehen wie im Fluge und kaum hat man sich an Piratengezeter und Zwielicht gewöhnt, schon ist man auch schon wieder draußen im Souvenirshop und kann sich abgehackte Gliedmaßen aus Gummi kaufen. Falls dieselben eigenen nicht nachgeben, nachdem man sich im Freefall Tower die Seele aus dem Leib geschrien hat. Horrorfilm

Die anderen Dungeons

Insgesamt gibt es neun Dungeons; London, Blackpool, Edinburgh, York, Warwick Castle, Amsterdam, Berlin, San Francisco und natürlich Hamburg. Sie sind Teil der Merlin Entertainment, die in der ganzen Welt verschiedene Attraktionen führt. Das Hamburg Dungeon besteht seit Mai 2000  in der Speicherstadt und hat sich seit dem stets weiterentwickelt. Jedes Mal, als ich da war, war es anders oder hatte eine Attraktion mehr. Täglich kann man sich ab 10 Uhr morgens für knapp 18 Euro 600 Jahre quer durch Hamburgs Geschichte katapultieren lassen.

Mein Fazit

Das Dungeon in Hamburg bietet viel. Seit ich das letzte Mal da war, hat es an historischem Hintergrund dazugewonnen und an mittelalterlichem Klamauk verloren. Die Schauspieler scheinen besser ausgebildet und die Grusel-Effekte sind nicht zu unterschätzen. Wir hatten ein Kind in der Touristengruppe dabei und das tat mir schon ein bisserl leid bei manchen Aktionen. Ich persönlich hätte in dem Alter Alpträume von einigen Shows bekommen, was durchaus als Kompliment gemeint es, denn sie sind einfach zu gut gemacht! Ich könnte immer wieder hingehen und hoffe, dass ich auch irgendwann einmal die anderen Dungeons kennenlernen darf.

Bildquelle Beitragsbild: Pressefotos Hamburg Dungeon

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