Ob Du in Miami bist, in London oder Hamburg, ein Generator Hostel gibt es in sehr vielen Städten. Um genau zu sein in 13 Städten national und international. Wir durften bei unserer BLOT Tour das Generator in Hamburg bewohnen und wie ich das fand, lest Ihr jetzt.

Hostel

Bildquelle: Vanessa Burrichter

Zentraler geht es fast nicht. Das Hostel liegt hinter dem Hauptbahnhof neben dem ZOB und wer das multikulturelle Getümmel mag, ist hier gut aufgehoben. Außen wie innen mutet das Generator Hamburg top modern an. Es ist immerhin ein Designhostel.

Die Lobby

Da ich ungefähr hundert Stunden zu früh in Hamburg war (bzw einige andere Mädels durch das Sturmtief Xavier Verspätung hatten), konnte ich eingehend die Lobby in Augenschein nehmen und mich mit einigen Annehmlichkeiten dort vertraut machen. Check in war erst gegen 14 Uhr und auch von meinen vielen doofen fragen ließen sich die Jungs und Mädels hinter dem Thresen nicht nerven. Alle flauschig und mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht.

Ich trank einige Milchkaffees (excellent!) und lümmelte dabei auf den Loungebänken vor der Bar herum. Für ein Bier war es noch früh, doch auch das hätte ich hier in verschiedenen Ausführungen bekommen, sowie kleine Snacks. Alles nicht ganz günstig aber immernoch unter der Schmerzgrenze. HostelMeine große Tasche konnte ich in Schließfächern verstauen, die sich im hinteren Bereich der Lobby befanden. Sechs Stunden für 2 Euro, zwölf für 4. Das geht, zumal man in  die großen Fächer locker zwei Reisetaschen unterbekommt und sich das Geld so teilen kann. Hostel

Auch praktisch: Unter den Sitzbänken gab es in regelmäßigen Abständen Steckdosen, so war meine Wartezeit nicht ganz langweilig und ich konnte am Handy daddeln. In einer Ladestation gab es noch einmal extra Ladekabel, ich glaube einmal aufladen kostet hier einen Euro und man kann das Ganze auch abschließen, während man zum Beispiel einen Bummel macht. Weitere Ausstattungen im Generator Hamburg sind:

  • Chillout Bereiche
  • Fahrradvermietung
  • eine Waschküche
  • Veranstaltungsraum
  • Terrasse (habe ich leider nirgends gefunden)
  • Wi-Fi kostenlos
  • Rezeption 24 Std geöffnet
  • Zimmer nur für Frauen (hatte ich mich eigentlich drauf gefreut, aber wir waren glaube ich in einem normalen Mehrbettzimmer untergebracht)
  • Travelshop
  • Einzel/Doppel/Mehrbettzimmer

Angeschlossen an den unteren Bereich ist eine Art Club, der nachts zum Leben erweckt wird. Verschiedene Beats begleiteten jeden Abend unsere Klönschnacks im Loungebereich.

„Die Beatles haben hier eine Spur von Musikgeschichte geschrieben und vor ihrem Durchbruch Studioaufnahmen im heutigen Generator gemacht. Jetzt ist es ein Hostel, eine Bar, ein Café, ein Kunsthaus und ein beliebter Nachbarschaftstreff. Ausgestattet mit Kreationen des Hamburger Künstlers Till Kiefer und Designelementen wie gigantischen Glasfronten und offenen Backsteinwänden fühlst Du Dich in diesem smarten und gemütlichen Hostel gleich zu wie Hause.“

(Quelle: generatorhostels.com)

Das Mehrbettzimmer

Da ich keine anderen Zimmer zu Gesicht bekam, kann ich nur über unser Achtbettzimmer ein Urteil abgeben. Es lag im fünften Stock, kein Ding, da ein Fahrstuhl vorhanden war. Moderne, stabile Doppelstockbetten sind links und rechts des Fensters aufgebaut. Hostel

Vorne ist eine kleine Garderobe, eine Dusche und eine Toilette mit Mikrowaschbecken. Alles zweckmäßg eingerichtet und auch ausreichend, aber ich habe mich dann doch zum Duschen morgens in das größere Flurbadezimmer verzogen, da ich an diesem Miniwaschbecken leider nicht einmal das Gesicht waschen konnte, ohne den Boden zu fluten 😉

Herrlich bequem sind die Matratzen! Ein großes Lob dafür, ich bin nämlich was das betrifft sehr empfindlich und bekomme leicht Rückenschmerzen. Auch super: Abschirmungen, extra Nachtlichter und Steckdosen in jedem Bett am Kopfende. So konnte man noch schmöckern, ohne jemanden zu stören. Die Zimmer sind soweit sauber, Betten natürlich frisch bezogen. Bei dem Badezimmer auf dem Flur haperte es allerdings etwas an Bodenhygiene… Hostel HostelSicherlich habt Ihr in meinem Eventbericht gelesen, dass es einen ominösen, noch nicht aufgelösten Fall von organgebraunen Flecken an den Wänden und auf meinem Bettzeug gab. An dieser Stelle möchte ich mal den Service loben. Ohne meckern oder Vorwürfe hat sich der Mitarbeiter das Ganze nachts um vier angeschaut und uns auch noch ein anderes Zimmer angeboten. Keine Klagen, nur zur Kenntnisnahme. Fand ich gut.

Der Service und das Frühstück

Wie schon erwähnt sid die Leute hinter dem Thresen sehr locker drauf. Alle flauschig, fast alle sprechen englisch und man kann immer ein Scherzchen austauschen. Jedoch das eine oder andere ist mir (und den anderen) aufgefallen. Zum Beispiel ist es ausnahmslos verboten, Speisen oder Getränke mit ins Hostel zu nehmen. Klar will das Generator keine Dönerreste in den Betten oder gar im Klo. Und natürlich kann man dort auch Alkohol kaufen und kontrolliert trinken. Aber was Familien mit Kindern betrifft finde ich die Regelung schon grenzwertig und ich trotz aller Strenge, die wir diesbezüglich miterleben konnten hoffe ich doch, dass bei Kindern ein Auge zugedrückt wird.

Ein zweite Sache, die ich nicht ganz so positiv aufnehmen konnte, war das Ding mit dem Frühstückspreis. Manu wurde ein bestimmter Preis zugesichert, der aber bei unserer Bezahlung dann prompt und ohne vorherige Info angehoben wurde. Es war wohl gerade irgendeine neue Regelung in Kraft getreten, aber dennoch. Ausgehandelt ist ausgehandelt… Das Frühstück selber war solide möchte ich mal sagen, doch hier fiel mir auf, dass nicht regelmäßig genug (vor allem Kaffee) aufgefüllt wurde. Falls dies an zu wenig Personal liegen sollte, könnte man dies zum Beispiel mit einem gut platzierten Schuld signalisieren. Die Auswahl könnte auch für 5,40 Euro etwas üppiger ausfallen und die Eier teilweise nicht ganz so aus der Schale fließen, aber dafür war die Räumlichkeit top modern, gemütlich und die Brötchen fand ich lecker! Hostel Hostel Hostel Hostel

Mittendrin statt nur dabei

Spannend fand ich das Ambiente vor der Tür. Da ich Raucher bin und ab und zu draußen eine dampfte, konnte ich mit meinen Mitstreiterinnen bei zunehmend später Stunde die eine oder andere Rangelei, lautstarke Diskussion und viele interessante Menschen beobachten. Oder mein Englisch aufbessern mit Drunken Roger aus Newcastle, der uns sehr eindrucksvoll und mit dem Mund voller Fritten demonstrierte, wie man Zigarettenschnorrer effektiv los wird. Oder Mr. Jamaica, der Türsteher, mit dem wir uns für 2020 zum Bloggertreffen auf der in Kongston verabredet haben. Glücklicherweise kam nur ins Hostel ,wer eine Chipkarte besaß, die mehr als die Hälfte der Zeit eigentlich nicht funktionierte. Das stellte aber kein wirkliches Problem dar.

Mein Fazit

Ab 16 Euro pro Person und Nacht hat man eine super zentrale Schlafstätte. Man fühlt sich trotz der etwas zwielichtigen Gegend sicher, ist sehr schnell in allen Stadtteilen, kann rund um die Uhr fragen stellen, Bierchen kaufen und eigentlich die ganze Nacht wach sein und die Menschen beobachten, die in der Lobby sitzen oder draußen vorbeiziehen. Die Sauberkeit und der Service sind gut, das Frühstück könnte etwas liebevoller gestaltet werden, die Einrichtung modern. Das Generator Hostel wäre in Hamburg wahrscheinlich nicht meine erste Wahl aber durchaus eine gute Alternative. blogladiesontourhh2017

2 thoughts on “Generator Hostel – Mittendrin statt nur dabei

  1. Drunken Roger … hahahaaaaaa wie geil 😀

    Lange nicht mehr so gelacht 😉

    Genial 😉

    Viele liebe Grüße von mir :-*

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