DIM Berlin – Ein ganz besonderes Design

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Ihr habt es vielleicht schon in meinem Eventbericht für klön un kieken 2018 gelesen und auch auf meinem Instagram Channel gesehen – vor ein paar Wochen war ich mit meinen Bloggermädels in der Imaginären Manufaktur in Berlin! Wir durften eine Führung durch die Produktionsstätten genießen und hinter die Kulissen schauen. Anschließend gab es eine wundervolle Goodiebag voller Design.

Eine imaginäre Manufaktur?

Genau! In meinem Eventbericht hatte ich Euch ja schon beschrieben, dass die „DIM – Die Imaginäre Manufaktur“ 1998 als gemeinsames Projekt der Berliner Blindenanstalt und des Designbüros Vogt + Weizenegger startete. Die Idee dahinter: Designer gestalteten neue Produkte für Interieur, Haushalt, Hobby und Co, die in den Werkstätten von blinden und sehbehinderten Menschen hergestellt wurden. Heute trägt die Union Sozialer Einrichtungen gGmbH (USE) Die Imaginäre Manufaktur, dennoch (oder gerade deswegen) wird der partizipative Ansatz konsequent fortgesetzt und weiterentwickelt.

Die Produktion in den Werkstätten zeichnet sich durch vielerlei aus (Zitierte Quelle: dim-berlin.de):

Inklusives Arbeiten – In den Manufakturen arbeiten behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen.

Produktion vor Ort – Sämtliche DIM-Produkte werden in den Werkstätten der USE gGmbH in Berlin und Brandenburg gefertigt.

Handwerk aus Manufakturen – Im Unterschied zu Massenartikeln werden DIM-Produkte im traditionellen Handwerk hergestellt.

Sinnvolle und langlebige Produkte – DIM steht für Nicht-Wegwerfprodukte. Das heißt, für Waren, die man wegen ihrer guten Qualität und Sinnhaftigkeit häufig und über eine lange Zeit nutzen kann.

Klaren Gestaltungsanspruch – DIM-Produkte überzeugen durch das stimmige Zusammenspiel von Form, Material und Funktion.

Geringen Ressourcenverbrauch – DIM-Produkte werden überwiegend aus regionalen Rohstoffen hergestellt. Der Material- und Energieverbrauch ist somit deutlich geringer als in der industriellen Produktion.

Was gibt es hier zu sehen und zu kaufen?

So vielfältig die Manufakturen sind, so vielfältig sind auch die Produkte. Wir durften uns die Töpferei, die Korbflechterei, die Bürstenmanufaktur und die Papeterie anschauen. Daneben gibt es aber unter der Hand des Trägers USE an anderen Standorten noch eine Vielzahl von Handwerks und anderen – betrieben. Darunter Malerei, Metallbau, Tischlerei, Schneiderei, Floristik, Mediengestaltung, Wäscherei, Reinigung, Catering und und und. Am Standort Oranienstraße in Kreuzberg sind neben einem bezaubernden Ladencafé die genannten Manufakturen zu finden.

Ein geführter Rundgang ermöglichte uns einen Einblick, was für Menschen hinter den Produkten stehen. Und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Frank Schönfeld und seinem Team bedanken, die uns ein paar sehr inspirierende und lehrreiche Stunden, sowie sehr leckeren Kaffee und Kuchen beschert haben! An dieser Stelle lasse ich gerne die Bilder sprechen.

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Draußen vor dem Tore

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Als erstes durften wir die Töpferei betreten
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Die Töpfereileitung hat uns geduldig alles gezeigt und alle Fragen beantwortet

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Hier dürfen die Menschen ihrer Kreativität freien Lauf lassen

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Herr Schönfeld zeigt uns die Papeterie
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Allerliebste Stilblüten aus ganz besonderen Büchern
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Der Verkaufsschlager: Schachtelsystem DIMension

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Dann die Flecht- und Bürstenmanufaktur

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Mit freundlicher Genehmigung durften wir die hier arbeitenden Menschen fotografieren

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Mannigfaltige Produkte aus der Bürstenmanufaktur
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Das Rednerpult ist ein echter Hingucker
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Nagelbürsten! Was für ein Wortspiel 🙂

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Auch das Lager durften wir anschauen
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Sissis neuer Fächer?

Hier ein kleines Zeitraffervideo aus der Papeterie

Ich bin hin und weg

Nicht nur das Design der Produkte, auch was dahinter steckt, beeindruckt mich. Ich muss zugeben, dass ich mich einer gewissen Voreingenommenheit nicht erwehren konnte, was Produkte betraf, die von behinderten Menschen gefertigt werden/wurden. Das mag daran liegen, dass ich nie wirklich mit Behinderten zu tun hatte und trotzdem ich einen sozialen Beruf habe auch nicht wirklich wusste, wie ich mit ihnen umgehen sollte. Aber es ist eigentlich so, wie alles im Leben: Immer locker durch die Hose atmen und offen auf alles zugehen, dann wird irgendetwas Positives daraus. Und so war es auch. Ich habe viel gesehen und gelernt an diesem Tag. Ich fühle größte Bewunderung für blinde Menschen, die einen Stuhlsitz wieder zusammenflechten. Das könnte ich in achtzig Jahren nicht hinbekommen, als Bastelklaus der ich bin.  Die Produkte haben einen Wortwitz inne, ein gutes Design, sind handgemacht, pfiffig, nicht zu teuer. Die Menschen, die dort arbeiten, ob behindert oder nicht, strahlen eine große Zufriedenheit und Professionalität aus. Es wird versucht, größeren Abfall zu vermeiden und selbst aus Resten des guten japanischen Papiers werden noch Bleistifte eingeschlagen und schön gemacht. Ich bin hin und weg!

Die Goodiebag

Im Anschluss, bei Kaffee, Kuchen und einem Plausch, überreichte Herr Schönfeld jedem von uns eine tolle Goodiebag mit Produkten aus den Manufakturen.

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Mit dabei war ein Rochengreifling von Josefines Kinder Design

Eine Schachtel aus der DIMension Linie Design Design

Ein Handschmeichler „Handfriede“ aus der Bürstenmanufaktur Design

Mein Lieblingsstück, welches beim Auspacken für viele Ooooos und Aaaaahs sorgte. Aus der Töpferei eine Tontasse Design

Und natürlich der Signalrote Idealist Beutel Design

Im Ladencafé in der kreuzberger Oranienstraße kann man natürlich noch viel mehr Produkte kaufen. Ich konnte zum Beispiel nicht an diesen witzigen Eierbechern vorbeigehen, ohne sie mitzunehmen. Design

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Das Ladencafé
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Mit Verkauf, Kaffeespezialitäten, Snacks und Kuchen

Meine Bitte

Bald ist Ostern, meine Lieben und wenn Ihr noch Ostergeschenke braucht, die Sinn ergeben, witzig sind, stylisch und auch noch eine gute Sache unterstützen, dann surft auf den Shop , auf Dawanda oder geht direkt in den Laden und holt Euch und Euren Lieben eine Kleinigkeit.

Liebes DIM-Team, wenn ich wieder in Berlin bin, komme ich auf einen Kaffee vorbei! Ich danke Euch für eine schöne Inspiration!

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8 Kommentare

  1. Bei aller Begeisterung für die Produkte sollte unbedingt mal erwähnt werden das die Beschäftigten in Werkstätten wie der USE dort einen Stundenlohn um 1,50€ bekommen, den Mindestlohn gibt es für diese Menschen dort nicht.

    Bitte mal darüber nachdenken und weitersagen, denn die meisten Menschen wissen nicht unter welchen Umständen ihre ‚Made in Germany‘ Designerprodukte gefertig werden.

    Danke.

    • Lieber Bernd, danke für den Hinweis. Man darf nicht vergessen, dass es auch gleichzeitig eine Therapie ist, die da stattfindet, die viel Geld kostet. Aber dennoch werde ich noch einmal nachhaken ja? LG Anna

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