Erst dachte ich ja, dass dies ein recht einfacher Artikel wird, aber das Thema rund um Fisch entpuppt sich gerade als sehr umfangreich.

Ich möchte Euch einen weiteren Sponsor des Bloggertreffens bei Eva und Dennis vorstellen: Die Räucherei.

Seit 1988 wird in dieser Manufaktur im schönen Klein Meckelsen Fisch veredelt und an Großkunden, sowie Privathaushalte in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Amerika versendet. Am meisten ist hier Lachs im Sortiment vertreten, aber auch Thunfisch, Heilbutt, Makrele, Aal, Forelle, Lachsforelle, Garnelen und Seegras-Salate werden hier angeboten. Und das in verschiedenster Form; Geräuchert (heiß und kalt), als Schinken, als Fischpralinen, gebeizt. als Grill- und Ofenspezialitäten und vielem mehr.

Und an dieser Stelle meiner Recherche fing ich an zu grübeln. Jeder hat ja schon etwas über die Überfischung der Meere oder Wildfang versus Aquakulturen gehört oder gelesen. Aber was ist besser? Welche Fischarten sind überhaupt gefährdet? Und wie ist das nun bei der Räucherei? Ich habe die Infos und die Firmengeschichte überflogen, doch da fand ich nichts Explizites zur Nachhaltigkeit… Also weitergooglen.

Die Räucherei beliefert sehr viele Großkunden, gute Referenzen, da unter anderem exquisite Restaurants sind dabei. Auf der Homepage von Hotel Heinz zwischen Köln und Frankfurt habe ich den Hinweis gefunden, dass Die Räucherei  „großen Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit“ lege. Die Zulieferer seien alle nach EU-Richtlinien qualifiziert, „soweit es möglich ist, auch MSC-zertifiziert. Ein Viertel der Lachslieferungen ist Wildlachs aus Alaska, … über die Qualität von Aufzucht und Fang macht sich „Die Räucherei“ auch persönlich vor Ort ein Bild.“ Ich fragte mich, wieso das nicht groß auf der Website des Sponsors steht und schaute mir meine Fotos von der Verpackung an. Hier kein Siegel zu finden. Also ging ich noch einmal ins Detail, stieß unter anderem auf einen Artikel von Ököfair, in dem es um Wildfang und Aquakultur geht und darum, dass wissenschaftlich festgestellt wurde, dass Fische tatsächlich Schmerzen empfinden. Ja, wieso sollten sie auch nicht? Nun gut.

Weiter fand ich einen aktuellen Einkaufsratgeber von Greenpeace, in dem übersichtlich dargestellt wird, von welchem Fisch man ökologischerweise lieber die Finger lässt, was es für Alternativen gibt und was auf den Teller kommen sollte. Auf der Marine Stewardfish Council Seite fand ich nur weniger Fischfachverkäufer, die vollständig MSC-Zertifizierten Fisch verkaufen. Also wieder zurück auf die Seite der Räucherei und mal durch die einzelnen Produkte gescrollt. Ja und da hatte ich es. Hier wird ganz am Ende der Produktbeschreibung aufgeführt, ob der Fisch aus Wildfanggebieten (Übersichten gibt es auf Fischbestände Online) oder Aquakulturen kommt und um welche Art es sich handelt. Letzteres ist zum Beispiel wiederrum hilfreich, um einen Abgleich mit dem Greenpeace Einkaufsführer zu ziehen. Lachs ist nicht gleich Lachs habe ich nun gelernt 😉 Klickt Euch mal durch, ist recht interessant. Ach ja und ich stieß auch noch auf die Imagebroschüre der Räucherei, wo es ebenfalls kurz heißt, dass auf Nachhaltigkeit Wert gelegt wird, doch dies ist so unglaublich klein geschrieben, dass man nicht so leicht darüber stolpert.

Nachdem ich das nun geklärt hatte und habe, kommen wir nun zu dem Produkt, was ich testen durfte: Kräuter Heilbuttwürfel DSC03271 DSC03272 DSC03279Dieser Heilbutt kommt übrigens aus dem Nordostatlantik FAO 27 und steht laut Greenpeace auf der Liste der nicht empfehlenswerten Fischarten (außer Heilbutt aus dem Nordwestatlantiik FAO 21…ja ist etwas kompliziert :-/ ). Sorry, wenn ich schon so eine Einleitung schreibe, muss ich das auch erwähnen.

Die Würfel schmeckten aber einfach himmlisch! Das kann ich nicht anders sagen. Sowohl pur als auch mit frischen Chiabatta. Frisch, genau abgeschmeckt mit verschiedenen Gewürzen und er schmilzt förmlich auf der Zunge. Ich liebe Heilbutt! Und ich liebe im allgemeinen Seefisch. Aber ich werde in Zukunft verstärkt darauf achten, woher er stammt.

Die Packung mit 200g kosten 12,30 Euro. Auf der Packung steht „tiefgefroren“. Dazu nur kurz Folgendes: Die Räucherei verwendet ein in Japan entwickeltes Superfreeze-Verfahren, bei dem der Fisch frisch schockgefrostet wird. „Wir setzen im Handel mit feinster Rohware aus aller Welt ausschließlich auf sofort schockgefrorene Produkte, beim sensiblen Thunfisch sogar auf Superfrozen-Qualität, die bei -60°C gelagert wird. Durch das sofortige Schockfrieren werden alle biologischen Prozesse unterbrochen und die absolute Frische, die tolle rote Farbe und alle Vitamine werden bewahrt.“ (aus der Tiefkühlphilosophie des Unternehmens).

Sicherlich werde ich noch das eine oder andere Mal bei der Räucherei reinklicken, aber sicherlich werde ich darauf achten, wo der Fisch herkommt, bevor ich ihn mir dann schicken lasse 🙂 Blog-im-Pott

One thought on “Die Räucherei – Fischpralinen und Fragezeichen

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