Heute möchte ich Euch Naturliebhaber und Selbstversorger gleich zwei Bücher vorstellen, die sich im Allgemeinen ums Gärtnern drehen, im Speziellen um „Besser Gärtnern mit Strohballen“ von Benjamin Busche und „Selbstversorgung aus dem eigenen Anbau“ von Maren Bustorf-Hirsch.

Besser Gärtnern mit Strohballen

Gärtnern

Der Auto Herr Busche ist überzeugt: „Einfach, preiswert, pflegeleicht und überall anzulegen. Weniger Schädlinge und Krankheiten.“ Strohballen machen es möglich. Ob auf dem Balkon, im Kleingarten oder im großen Stil. Es ist keine Bodenbearbeitung im herkömmlichen Sinne nötig und es wächst kaum Unkraut. Strohballen speichern gut Wasser, trocknen also kaum und lassen dennoch keine Staunässe zu. Es gibt kaum Krankheiten aus dem Boden und wenig Insektenbefall. Man benötigt nahezu keine Gartenwerkzeuge, weil man fast alles mit den Händen machen kann. Wusstet Ihr, dass es ein mobiles Strohballenbeet gibt? Ich nicht.

Nicht nur wie und wo man die Strohballen aufstellt und „mit den Händen bearbeitet“ beschreibt Herr Busche in seinem Buch. Sehr sympathisch ist, dass er seine Versuche mit dokumentiert und uns daran teilhaben lässt, wie und mit welchen Methoden welches Gemüse sehr gut auf Strohballen funktioniert und welches eben nicht. Erdbeeren wachsen zum Beispiel hervorragend. 🙂 Man bekommt einen Überblick, worauf man achten sollte (zum Beispiel könnten die Ballen Pestizide und dergleichen enthalten, die das Heranwachsen der Pflanzen beeinträchtigen könnten). So völlig in die Tiefe reicht das Agrarwissen des Autors zwar nicht, aber für mich macht es das umso leichter zu lesen. Man bekommt ein gutes Start-Wissen für den Anbau auf den goldenen Naturpacken und mit Spannung habe ich das zwar nicht sehr dicke aber recht informative Buch gelesen. Erschienen ist es im Bassermann Verlag und kostet etwa 10 Euro. Hier gelangt Ihr zu einer Leseprobe.

Selbstversorgung aus dem eigenen Anbau

Selbstversorger

Anscheinend lebt die Autorin meinen ganz persönlichen Traum… Denn sie selber hat sich vor vielen Jahren das Leben in der Natur ermöglicht und ernährt mit den Erzeugnissen ihres Gartens ihre Familie. Ihre intensiven Erfahrungen und Erkenntnisse gibt sie in diesem Buch weiter an alle, die sich auch ein Leben auf dem Lande wünschen – und Unterstützung durch praxisnahen Rat wünschen. Sehr anschaulich, mit natürlichen (selbstgezeichneten?) Bildern wird zunächst sehr intensiv auf die Entscheidung für das Leben in und mit der Natur eingegangen. Wie kommt man dazu? Was ist zu beachten? Wieviel von welcher Sorte Gemüse und Obst braucht man für wie viele Personen auf das Jahr gerechnet? Man kommt hier schon am Anfang auf Dinge, die man selber wahrscheinlich gar nicht bedacht hat. Die Autorin erklärt, wie im Garten ein biologisches Gleichgewicht erlangt werden kann, damit gesunde und widerstandsfähige Pflanzen wachsen und wie man sich durch geschickte Aussaaten und natürliche Konservierungsmethoden selbst versorgen kann. Zum Beispiel wird hier das Haltbarmachen durch Einkochen behandelt, was ich aktuell selber sehr spannend finde.

Von Anzucht und Pflege, den besten Sorten, über natürlichen Pflanzenschutz, die Wahl der Pflanzenpartnerschaften bis zur Samengewinnung, Zubereitung und Konservierung der selbst geernteten Schätze ist auf rund 222 Seiten umfangreich nachzulesen. Nicht zuletzt fördert der eigene Anbau und die Verarbeitung seiner eigenen Ernte das Verständnis für die Natur. Das Buch einen festen Platz in meinem Regal. Und ich bin ganz sicher, dass es auch irgendwann eines meiner Begleiter bei meinem Start in ein zumindest halbwegs autarkes Leben sein wird. Erschienen ist es im Bassermann Verlag und kostet etwa 10 Euro (was ich nebenbei bemerkt saugünstig finde!). Hier kommt Ihr zu einer Leseprobe.

 

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