Ich begeistere mich schon lange für alles, was mit Selbermachen, (alten) Haushaltstechniken und Co zu tun hat. Dazu gehört auch Käseherstellung, Räuchern und andere Arten des Haltbarmachens und auch Wursten.

Jetzt durfte ich dazu ein Buch rezensieren: „Wurst selbst gemacht“ von Chris Carter und James Peisker. Die beiden Herrschaften leiteten seit 2011 zusammen eine Metzgerei in Nashville, in der man sogar frühstücken kann oder sich auf ein Sandwich trifft. Wie echte Kerle lieben sie Bier und guten Whiskey und wie die heutigen Männer frönt Mister Carter dem Yoga und Mister Peisker verwöhnt seine Frau mit aufwändigen Menüs. Eine gelungene Mischung 😉

Die Leidenschaft fürs Kulinarische und gute Mischungen schlägt sich auch in ihrem Buch nieder; Wurst selbst gemacht beinhaltet die besten Techniken zu Selberwursten, beliebte Rezepte aber auch außergewöhnliche Wurstkreationen und interessante Rezepte. Die ersten 36 Seiten behandeln Wissenswertes vom Fleisch über eine gute Ausrüstung bis zu den Techniken. Hier lernt man, dass Fleisch aus Weidehaltung fischig riechen kann, was ein Wursttupfer ist und wie lange sich Naturdärme im Kühlschrank halten. Das finde ich persönlich schon einmal sehr spannend, da ich selber mittlerweile eine Grundausrüstung von Fleischwolf und Co besitze und die (zugegebenermaßen) Kunstpellen nur darauf warten, mit Wurstbrät gestopft zu werden. Outlaws

Im zweiten Kapitel geht es ans Wursten. Hier gibt es auf über 50 Seiten verschiedenste Würste und Pasteten. Von klassisch bis ausgefallen (Whiskey-Mortadella?). Praktisch hier: Es steht bei den Rezepten gleich dabei, welche Lochscheibe und welchen Darm mit welchem Kaliber man benötigt.

Anschließend gibt es ein paar ansprechende Rezepte mit verschiedenen Würsten aus dem vorherigen Kapitel. Sau-Lecker: Die 21-Uhr-Pasta mit dem italienischen Wurst-Brät. Yummi! Natürlich darf ein anschließender Dank und ein paar Infos über die Butcher am Ende nicht fehlen. Abgerundet wird das Ganze durch eine sehr ansprechende Aufmachung mit vielen tollen leckeren und interessanten Bildern (halbes Schwein auf Männerschulter).

Insgesamt umfasst das Hardcover 160 Seiten und ist im Falken Verlag erschienen. Für etwa 19,90 Euro könnt Ihr es kaufen.

+ Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen werden Sie zum Wurstprofi.

+ Ob Bratwurst, Whiskey-Mortadella oder Leber-Speck-Pastete – von klassisch bis kreativ finden Sie hier das passende Rezept zum Selberwursten.

+ Servieren Sie Ihre Meisterstücke in leckeren sowie ausgefallenen Gerichten und beeindrucken Sie Freunde und Familie mit Ihrer Wurst- und Kochkunst.(Quelle: Randomhouse Bloggerportal)

Für mich ist das Buch sehr gut zum Einsteigen ins Wursten. Es wird Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren und vom Metzger empfohlen. Top. Was man natürlich nicht erwarten darf, ist die Hamburger Gekochte oder ne ungarische Salami. Es sind sehr viele Bratwurst-Rezepte drin und mir fehlt eine einfache Rohwurst. Aber ich denke, da das Buch auch für Anfänger geeignet ist, ist Bratwurst und Pastete eben das Einfachste, womit man anfangen kann. Auch ich muss zugegeben erstmal eine vernünftige Bratwurst auf den Tisch zaubern, wenn ich das gut drauf habe, dann kann ich mich an differenziertere Rezepte wagen.

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