Ein ganz besonderes Gerät kam vor zweieinhalb Wochen zu uns ins Haus. Für mich eine neue technische Herausforderung, für meinen Freund (nicht nur) ein neues Männerspielzeug – die Bose SoundTouch 300 Soundbar.

Was ist eine Soundbar?

Eine Soundbar ist eine Alternative zu einer herkömmlichen 5-Punkt Surroundsound-Anlage. Sie imitiert den Raumklang mit einer einzelnen Lautsprecherbox, in Form einer Stange mit rechteckigem Querschnitt, mittels akustischen und elektronischen Effekten. In der Regel kann man einen separaten Subwoofer anschließen, da aufgrund der Form der Soundbar nicht genug Volumen für tiefe Bässe vorhanden wäre. Zu diesem speziellen Punkt kommen wir aber gleich auch noch :-).

Etwas über das Unternehmen Bose

Alles fing in den Staatten mit Amar Bose an, der als kleiner Junge schon fasziniert von Elektrogeräten war und als Teenager mit dem Reparieren von Radios etwas Geld verdiente. Dazu kamen immer mehr Aufträge, wie zum Beispiel Spielzeugeisenbahnen. Sein Vater unterstützte dieses Interesse und band das Talent in sein Geschäft mit ein. Später wurden aus dieser Leidenschaft mehrere Patente und nach vielen Nachtschichten für die Umsetzung verschiedener Audioideen die Gründung des Unternehmens 1964.

Das Grundprinzip aller Bose Audioprodukte war und ist die „Psychoakustik“, die Wissenschaft der Klangwahrnehmung. Dr. Bose erkannte, dass die Leistungsangaben von Lautsprechern nur ein Maßstab für die Klangerzeugnis waren, nicht aber dafür, wie man ihn wahrnahm. Er sagte einmal zu diesem Thema:

Sie können Ingenieure damit beauftragen, Verzerrungen zu reduzieren, und sie werden sich glücklich jahrelang damit beschäftigen. Aber die grundlegende Frage ist: Hat ihre Arbeit irgendwelche Auswirkungen auf die Wahrnehmung? Die Verzerrung ist, auch wenn sie messbar ist, vielleicht nicht hörbar. Und wenn sie nicht hörbar ist, muss man sich fragen: Hat diese Arbeit irgendeinen anderen Zweck als den, ein bestimmtes technisches Ziel zu erreichen?

Somit war die sogenannte Direct/Reflecting-Technologie geboren, die die Grundlage für das legendäre Lautsprechersystem 901 wurde. Mittlerweile werden nicht nur die verschiedensten Arten von Lautsprechern produziert und verkauft, sondern auch eine Bandbreite von Kompfhörern. Zusätzlich bietet Bose, und das war für mich neu, ihre „Ride“ Systeme an. Eine Sitzfederungstechnologie im Automobilbereich. Zusätzlich gibt es Fertigungen für die Formel 1 und für Professionals im Audio-Bereich.

Die SoundTouch 300

Fangen wir ganz am Anfang bei der Pelle an: Die Verpackung in der die Soundbar ankam schien äußerlich sehr fragil, innerlich war aber alles super verpackt, sehr sicher, bruch- und stoßfest. Eine erste positive Überraschung also, dass trotz kleinem Datscher an der Verpackung das gute Stück keinerlei Schaden genommen hat.

Alle Zubehörteile, wie Kabel, Fernbedienung und Headset sind separat und organisiert eingepackt inkl Kennzeichnung.

Das Design der SoundTouch ist sehr elegant und schick. Die Materialien, die verarbeitet wurden sind hochwertigst und robust. Auf dem Glas oben drauf kann man nur schwerlich Fingerabdrücke hinterlassen. Geniale Oberflächenstruktur also…oder wie es mein Freund ausdrückte: „Die Beschichtung ist der Hammer!“

Nun ging es an die Einrichtung und ans Anschließen der Bar. Trotzdem sie unfassbar mit Technik vollgestopft ist, lief dies durchweg sehr problemlos ab. Einwandfreie Verbindung mit WLan und Bluetooth. Allein das Kabel für den HDMI Anschluss könnte unter Umständen mit 1,5 Meter zu kurz sein. Apropos Kabel. Auch diese sind sehr hochwertig und keinesfalls wie bei anderen Geräteherstellern einer Sparmaßnahme unterlegen.

Überraschend auch: Es ist ein US-Netzstecker mit dabei. Ob das jetzt nützlich ist, oder nicht, sei mal dahingestellt. Ebenfalls eine Besonderheit: Es existiert ein Micro-USB Anschluss. Isgesamt sind folgende Ein- und Ausgänge vorhanden:

  • HDMI-Ausgang mit Audio Return Channel (ARC)
  • HDMI-Eingang
  • optischer digitaler Audioanschluss
  • Stromanschluss
  • Ethernetanschluss für SoundTouch und Software-Updates über ein Netzwerk
  • 3,5-mm-Anschlussbuchse für Setup des ADAPTiQ Systems
  • 3,5-mm-Anschlussbuchse für Kabelverbindung zum Bassmodul
  • Micro-USB-Anschluss

Es geht leider nicht, ohne Euch ein paar technische Details um die Ohren zu hauen 😉 Also hier auch noch gleich die Maße: 10,8 cm D x 97,8 cm W x 5,7 cm H (4,7 kg).

Weiteres zur Einrichtung der Soundbar

Mittles Headset kann man nach und nach die 5 vorgegebenen Akustik-Punkte im Raum abschreiten und kalibrieren. Bei uns hat das unser Familienäffchen Fiete übernommen ;-). Wie schon erwähnt ging alles recht reibungslos vonstatten. Es gibt hierzu eine extra App, mittels der man alle Einstellungen vornehmen kann. Da es auf dem TV kein visuelles Menü gibt, ist das sehr praktisch. Auch kann ich zum Beispiel meine Lieblingsmucke einfach per Spotify auf meinem Handy laufen lassen und schon kommen süße Töne aus der Soundbar. Das 7 Meter lange Headsetkabel dürfte für die allermeisten Räume reichen. Ich denke, größere Räume brauchen dann auch zusätzlich noch Lautsprecher, die durchaus auch kompatibel für diese Soundbar zu kaufen gibt. Die Reflektion des Sounds ist bei uns nur mittels Decke und Boden möglich, da wir ein offenes Wohnzimmer haben und auf der anderen Seite Gardinen hängen, die ebenfalls den Sound gerne schlucken. Das gleicht die Soundbar aber echt genial aus. Nur eingefleischte Kenner würden das merken. Top! Selbst für mich, die so ein SurroundSound Dingens von allen Seiten immer eher gestört hat – so höre ich mir das gerne an. Macht wahrscheinlich die Psychoakustik.

Visuell ist die Soundbar ja eine Sahneschnitte. Allerdigs sind die LEDs, die mittels Taktblinken den jeweiligen Modus vorgeben relativ klein. Von Weitem erkennt man schlecht was da nun genau aufblinkt. Auch wird nicht klar, ob man das Gerät an die Wand montieren kann. Manche Fernseher hängen ja auch ander Wand. Da wird es unter Umständen etwas schwierig, wenn man erst ein Lowboard für die Bose besorgen müsste.

Was sehr begeistert, ist die Fernbedienung. Hierbei handelt es sich um eine griffige Universalfernbedienung inkl. aaa Baterien. Besonders freut mich das, denn nun brauchen wir nicht mehr drei von den Dingern, sondern nur noch eine, die auch noch ziemlich viel kann. Zum Beispiel gibt es eine Dialog-Taste für präziseren Sound. Selbst Gute Zeiten schlechte Zeiten kommt damit gut! Für die Einrichtung mit den vorhandenen Geräten gibt es von Bose verschiedenste Codes.

Unser Fazit

Dieses Schmuckstück macht, was sie machen soll; geilen, glasklaren, ausgeklügelten Sound im heimischen Wohnzimmer. Es ist ein premium High End Gerät, welches ordentlich Bass und Lautstärke möglich macht. Für Liebhaber richtig fetter Bässe gibt es einen kompatible Subwoover zu kaufen. Verschiedene zusätzliche Lautsprecher erweitern die SoundTouch 300 auf ein 5.1.-System. Ein Sahnestück für 800 Euro, welches trotz massig Technik sehr einfach zu bedienen ist. Optisch peppt sie jedes Wohnzimmer auf und ist eine Wohltat für die Ohren.

Bildquelle: Bose Global Press Room

*Dieses Gerät wurde von Bose als Leihgerät zur Verfügung gestellt*
Bildquelle Beitragsbild: Bose Global Press Room

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