Ich habe es geschafft, Leute! 4 Wochen keine feste Nahrung…der Hammer. Ich muss mich mal kurz selber unter die Schulterklopfmaschine stellen, denn das hätte ich nicht gedacht. Und heute ist bereits der dritte Aufbautag.

Die letzte Woche war mit die einfachste. Nach einer dritten Woche mit mehr Tiefen als Höhen habe ich einfach die Scheuklappen aufgesetzt und durchgezogen. Ich habe fast nur noch Wasser getrunken, mir hat irgendwie die Brühe keinen Spaß mehr gemacht, alles war so fad und langweilig, also habe ich eben direkt Wasser getrunken, was eh nach nix schmeckt.

Anfang/Mitte der Woche drei habe ich furchtbar angefangen zu frieren. Kalte Hände, kalte Füße und das fast die ganze Zeit. Das hhielt etwa so eineinhalb Wochen an. Nur ganz zum Schluss hatte ich mich wieder aklimatisiert. Außerdem hatte ich ganz schön Bock auf etwas zu Essen und konnte kaum zusehen, wie meine Lieben das von mir gekochte Abendbrot verspeisten. Ich wurde, naja nicht zickig, aber ich habe mich etwas zurückgezogen und wurde ruhiger. Ich wollte eher meine Ruhe habe und diese habe ich einmal sogar mit einem erhobenen Mittelfinger zum Ausdruck gebracht.

Ihr müsst wissen, ich bin jemand, der äußerst selten zu solchen Ausdrücken greift. Mein Kerl fands amüsant und interessant und hats glücklicherweise richtig gedeutet. Ich war die letzten Tage sehr nachdenklich, manche fragten mich sogar, ob ich traurig wäre. Nein, nur nachdenklich, aber im positiven Sinne. Der große Geistesblitz blieb zwar aus, aber vieles wurde mir bewusster. Im Handeln, in alltäglichen Dingen…

In der vierten und letzten Woche dann wurde es wie gesagt einfacher. Ich habe eine große Willenskraft entwickelt, eine von der Sorte „länger andauernd“ und sie wirkt noch nach, ich hoffe auch noch länger als bis zum Ende der Aufbauzeit (welche übrigens auch zur Fastenzeit mit dazugehört).

Ich habe das Fasten mit einer Mango gebrochen; dem Apfel der Tropen 🙂 Traditionell ist es ein Apfel, den man zum Fastenende isst, aber ich bin kein Apfeltyp.

Sie schmeckte göttlich!

Ich musste mich zwingen, gut zu kauen. Am Abend durfte ich eine pürierte leichte Kartoffelsuppe essen, die ich mit Thymian würzte. Ich musste zwischendurch den Löffel weglegen, weil ich vor Genuss fast ausgeflippt bin.

Da ich so lange gefastet habe, baue ich so auf, dass ich jeden der 7 empfohlenen Tage zwei mal mache (eine Fausregel sagt, die Aufbauzeit ergibt sich aus der Divison der Fastentage durch 3, aber ich will echt auf Nummer sicher gehen). Also gab es zwei Tage nur Mango, Mus und die Kartoffelsuppe. Heute gab es morgens und abends Buttermilch, Knäckebrot mit Kräuterquark (natürlich selber gemacht) und Mittags Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Dazu morgens Mango und abends einen Joghurt mit Leinsamen und Honig. aufbau2 aufbau1Den Plan, nach dem ich aufbaue, findet Ihr unter diesem Link (dann herunterscrollen).

Ich habe übrigens 10 Kilo „geschmissen“. Mir ist klar, dass nun durch das Füllen des Darms wieder ein zwei dazukommen, aber wenn die genannte Willenskraft so anhält, wie ich das möchte, kommen langsam aber sicher noch einmal 10 kilo weg. Jedenfalls habe ich jetzt nach dreieinhalb Jahren erst einmal wieder das Gewicht,  was ich vor der Schwangerschaft hatte und das macht mich schon stolz!

Am Ende der Aufbauwochen werde ich mich hier noch einmal zu Wort melden und Euch zum Beispiel erzählen, was ich so kochen durfte währenddessen und wie es dann weitergeht. Auf jeden Fall gibt es dann wieder etwas zu gewinnen.

Bis dahin: Bleibt gesund, meine Lieben!

8 thoughts on “4 Wochen fasten – Eiszeit, Willensstärke und Scheuklappen

  1. Ein großen Respekt von mir dad du es durchgezogen hast kannst stolz auf dich sein

    1. Liebe Tanja danke für deine Motivation! Ich hoffe, ich vergesse nicht, Fotos von den Gerichten zu machen 🙂

  2. Liebe Anna!

    Ich kann nur sagen: Respekt!!!
    Ich könnte diese Willenskraft niemals aufbringen.
    Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

    Liebe Grüße,

    Natascha

  3. Liebe Anna,
    ich bin beeindruckt! Und ich möchte nicht wissen, was du nach der ganzen Fastenzeit schaffst. Im Übrigen liebe ich Kartoffen und Quark (vegan). Motiviert werde ich morgen, ach quatsch, habe shcon heute in der Arbeit keinen Geburtstagskuchen angefasst 😉

    Liebe Grüße,
    Alex

    1. Was ich danach schaffe? Na ich hoffe, nochmal 10-15 Kilo 🙂 aber laaaangsam und entspannt, nur kein stress 🙂 aber so wie du mit sport…da werde ich wohl nie so richtig drankommen *anstrengend* 😛

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